Once upon a time: Messitsch
Es war einmal. Vor vielen vielen Jahren, als die Welt noch rund und die DDR am Zerbröseln war. Als fünf hoffnungsfrohe Menschen glaubten, es sei Zeit, eine Musikzeitschrift zu gründen. Ganz ordentlich, wie sich das damals gehörte. Mit förmlichem Antrag, Konzeption, Lebenslauf und Referenzen beim Ministerium für Medienpolitik der Deutschen Demokratischen Republik. Über dem Antrag stand: „Messitsch — Töne & Zeichen„.
Eingereicht am 10.11.1989, registriert und damit genehmigt am 26.02.1990 vom Presse- und Informationsdienst der DDR, Otto-Grotewohl-Straße 19D, 1086 Berlin. Das Ministerium hatte sich zwischenzeitlich aufgelöst.
Nach drei Jahren war der Spaß zu Ende. Eigentlich schon nach drei Monaten. Der irrwitzige Mix aus mediokren Layoutern, Zeichnern und Fotografen auf der einen und musikbesessenen Autoren — Musikfreaks im besten Sinne des Wortes — auf der anderen Seite war eine Totgeburt.
Die Leiche kann aber besichtigt werden. Der unermüdliche Lutz Schramm archivierte die Titelbilder und ausgewählte Artikel, darunter die exzellente Serie „Die glorreichen Achziger“, in der Insider Mark Modsen einen detaillierten Überblick über den Teil der DDR-Szene gab, der sich vom Staatsrock-Zirkus fernhielt. Meistens.
Messitsch by Burns ist keine Wiederbeatmung der Mumie. Aber das Motto der fünf Furchtlosen könnte auch über dem Blog stehen: Subjektiv und parteiisch.
The Messitsch is dead, long live the Messitsch. Let’s roll.
November 1, 2008 um 5:40
Hallo Mark,
ich habe Deinen Artikel über Hard Pop gelesen. War sehr interessant. Wenn Du Interesse hast, kann ich Dir mehr über Rosa Extra erzählen, denn ich bin der Saxophonist der vor Lepsch bei Rosa Extra gespielt hat. Günther hat mir alle Aufnahmen anvertraut (der alte Fuchs). Zu Anette Schuster habe ich auch noch Kontakt. Sie weiß eigentlich am meisten. Vielleicht kann man mal etwas Licht in die Dunkelheit um Rosa Extra bringen. Was mit Günther passiert ist würde ich sehr gerne wissen.
Vielleicht meldest Du Dich ja mal.
Gruß Jörg